Adventskalender Tag 24

„Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.”

Astrid Lindgren

Dieses Zitat versteckte sich bereits hinter dem ersten Türchen dieses Adventskalenders und es tauchte an den Adventssonntagen immer wieder auf:

Zumindest was Weihnachten betrifft hat das Warten heute Abend ein Ende.
#weihnachtenfindetstatt
Das soll gefeiert werden und wenn ihr das mit einem Gottesdienst tun wollt, hier zwei Empfehlungen:

Bei vielen anderen Dingen geht das Warten weiter. Aus dem Zitat von Astrid Lindgren lässt sich ableiten, dass dadurch Zeit nicht verloren geht, sondern dass auch diese Zeit sinnvoll genutzt werden kann, … und sei es auch nur durch dasitzen und vor sich hinschauen.

Manchen erscheint 2020 als ein verlorenes Jahr. Ohne Zweifel wurden viele Pläne durchkreuzt und der eine oder andere Traum platzte. Nicht wenige Menschen haben berufliche oder finanzielle Sorgen. Viele mussten sich von liebgewonnenen Dingen verabschieden und manche leider auch von lieben Menschen.

Wie all die Jahre zuvor werden wir auch die Erfahrungen aus diesem Jahr – ob schmerzhaft oder schön – mitnehmen.

Wenn uns 2020 darüber hinaus an vielen Stellen tatsächlich dazu verdammt hat, einfach mal dazusitzen und vor uns hin zu schauen, dann hat es uns dadurch eben auch Gelegenheit dazu gegeben, mit unseren Gedanken hinterher zu kommen. Die großen Fragen wie “Was ist mir wichtig?” und “Worauf kommt es wirklich an?” lassen sich nicht einfach im Vorübergehen beantworten. Eine Auseinandersetzung mit ihnen erfordert immer eine Auszeit, die man sich öfter mal nehmen sollte. Aber wer macht das schon im normalen Alltag?!

Jetzt hatten wir eine solche Zwangspause und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass viele sie sinnvoll genutzt haben. Sowohl auf der großen Bühne der Weltpolitik als auch im persönlichen Bekanntenkreis scheinen fundamentale Überzeugungen und festgefahrene Meinungen überdacht worden zu sein, einzig und allein deshalb, weil “Das geht doch nicht!” und “Das war aber schon immer so!” keine Antwortmöglichkeiten mehr sind.

Und genau hier kommt Weihnachten ins Spiel. Nach der “staaden Zeit”, die gut und wichtig war, kommt jetzt das große “Gloria”, das die Hirten auf den Feldern aus dem Schlaf reißt. Es kommt der helle Stern, der die Weisen zu einem Abenteuer aufbrechen lässt. Und es kommt der gute Rat, der Josef und Maria nach Ägypten ziehen lässt anstatt auf gewohntem Weg nach Hause. An allen Ecken und Enden erzählt die Weihnachtsgeschichte vom Aufbruch und sie kann damit auch einfach der notwendige Tritt in den Hintern sein, den wir mit Blick in die Zukunft brauchen. Voll bepackt mit unseren Gedanken und Erfahrungen können wir ins neue Jahr starten. ich bin mir sicher, dass 2021 genug Gelegenheiten und Chancen bietet zum Anpacken und Gestalten. Die Geschichte von der Geburt Jesu macht Mut dazu.

von Florian Meier


Für Kinder und Jugendliche eröffnet die Sternsinger-Aktion gleich zu Beginn eines neuen Jahres eine Möglichkeit, sich durch das Sammeln von Spenden tatkräftig für eine bessere Welt einzusetzen. Da der Weg von Tür zu Tür diesmal nicht erlaubt ist, braucht es neue Wege, denn die Projekte der Sternsinger sind auf die Hilfe angewiesen.

“Wollt ihr mit uns die Welt verändern?” ist der Titel des diesjährigen Motto-Lieds. Gemeinsam anpacken, gemeinsam gestalten. Darum geht’s.

Wenn ihr die Sternsinger-Aktion durch eine Spende unterstützen wollt, könnt ihr dies über folgenden Link tun:
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