KLJB Würzburg nimmt an digitalen UN-Klima-Zwischenverhandlungen teil

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschland nahm von 31. Mai bis 17. Juni mit einer siebenköpfigen Delegation an den digitalen UN Klima-Zwischenverhandlungen teil. Auch die beiden ehrenamtlichen Würzburger Diözesanvorsitzenden Rebekka Hettrich aus Essleben und Manuel Rettner aus Stammheim waren Teil der Gruppe.

Die KLJB engagiert sich in der Klimapolitik, weil sie die Lebensgrundlage junger Menschen gefährdet sieht. Die Klima-Zwischenverhandlungen sind eine Chance die Belange der Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen“, so Manuel Rettner. Die digitalen Verhandlungen gestalteten sich zwar aufgrund der Corona-Pandemie schwieriger als sonst, aber dies ist für ihn kein Hinderungsgrund sich trotz widriger Bedingungen für dieses überaus wichtige Thema einzusetzen.

Die KLJB ist eine offizielle Beobachter*innenorganisation, auch genannt Observers, der UN-Klimakonferenzen. Diese Möglichkeit nimmt der Bundesverband seit 2018 wahr.

Bereits 2019 nahmen Delegierte aus dem Diözesanverband Würzburg an der UN-Klimakonferenz in Madrid als Beobachterinnen teil.

Die Hauptaufgaben der Beobachter*innen-Organisationen sind die Schaffung von Transparenz und die Partizipationsmöglichkeiten, die durch die Beteiligung geschaffen werden.

Wie bei den meisten politisch Interessierten jungen Menschen ist für mich die Klimapolitik auch ein sehr wichtiges Thema“, begründet Manuel Rettner sein Engagement. „Es beeinflusst wie kein anderes Politikfeld die Zukunft der Menschheit. Deswegen befasse ich mich gerne und oft damit und freue mich die Kinder und Jugendlichen, besonders des ländlichen Raumes, auf den Klima-Zwischenverhandlungen zu vertreten.“

Bindende Entscheidungen werden bei den Zwischenverhandlungen nicht getroffen. Trotzdem wurden viele unterschiedliche Themen behandelt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Anpassung des Klimawandels, die Klimafinanzierung, Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens und die nationalen Klimaschutzziele und wie diese in den jeweiligen Ländern umgesetzt werden sollen. Daraus entstanden Entscheidungsgrundlagen für die nächste große Klimakonferenz, die im Herbst in Glasgow stattfindet.

Ein großes Problem der digitalen Verhandlungen sieht Manuel Rettner im „Digital Gap“, dieser sei leider in allen Verhandlungen sehr präsent gewesen. „Den Ländern des globalen Südens fehlt es meist an Technik oder digitaler Infrastruktur, um angemessen an den Verhandlungen teilzunehmen.“

Begeistert war er jedoch von den vielen Teilnehmenden aus unterschiedlichen Kontexten und Ländern: „ Die Vernetzung der verschiedenen internationalen Jugendorganisationen untereinander, vor allem aber auch der deutschen Delegation war eine große Bereicherung für mich.”

Rebekka Hettrich bewertet die Mitarbeit der KLJB-Delegation an den Zwischenverhandlungen positiv: „Es wurde gezeigt wie wichtig die Meinung der Observers ist.“ Trotz allem gibt es noch viel zu tun: „Es muss ein gemeinsames Weiterarbeiten am Pariser Abkommen zwischen allen Ländern & Beobachter*innen geben, um die Zukunft klimagerecht zu gestalten.“