Adventskalender Tag 7

Weihnachtsküche

Weihnachtsmenü mal anders

Wie wäre es dieses Jahr mal mit einem vegetarischen oder veganen Weihnachtsmenü?! Vielleicht habt ihr Familienmitglieder oder Freunde die sich vegan oder vegetarisch ernähren und die sich freuen würden, wenn ihr für oder mit ihnen zusammen kocht. Vielleicht wollt ihr euch ein bisschen ausgewogener ernähren über die Feiertage und nicht so viel Fleisch essen und gleichzeitig den Tieren und der Umwelt etwas Gutes tun. Vielleicht wollt ihr auch einfach nur mal was Neues ausprobieren. Wir haben euch ein paar Rezeptideen herausgesucht und ein Menü zusammengestellt. Probiert es doch mal aus und lasst es euch schmecken!

Vorspeise

Rote-Bete-Zitrus-Salat

Für 4 Personen (als Vorspeise)

Dauer ca. 20 Minuten

Zutaten

Für den Salat:

  • 1 Rote Bete (roh)
  • 2 Orangen
  • 1 Grapefruit
  • 10 g frische Minze
  • 4 EL Mandelsplitter

Für das Dressing:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL dunkler Balsamicoessig
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 0.5 TL Senf
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Zuerst schneidet ihr die Schale der Orangen und Grapefruit mit einem Messer ab, sodass möglichst wenig vom weißen Teil der Schale an ihnen bleibt. Die Rote Bete müsst ihr waschen und bei Bedarf schälen (wenn sie sehr dreckig ist). Danach schneidet ihr die Bete mit einem Sparschäler in hauchdünne Scheiben.

Orangen-, Grapefruit- und Rote Bete Scheiben verteilt ihr dann auf einem großen Servierteller.

Für das Dressing verrührt ihr Olivenöl, Balsamicoessig, Agavendicksaft und Senf und schmeckt es dann mit Salz und Pfeffer ab. Das Dressing verteilt ihr über dem Salat.

Die Mandelsplitter röstet ihr in einer Pfanne ohne Öl vorsichtig an, bis sie goldbraun sind. Danach verteilt ihr diese zusammen mit frischen Minzblättern auf dem Salat.

Den Salat könnt ihr schon ein paar Stunden vorher machen, so wird das eigentliche Kochen entspannter und das Dressing zieht mehr ein.

Hauptspeise

Linsenbraten mit Kartoffelklößen und Bratensoße

Sehr gut dazu passend und saisonal ist zum Beispiel Rotkohl, Rosenkohl, Karotten oder Feldsalat. Ihr könnt aber auch anders Gemüse dazu machen, je nachdem was euch schmeckt.

Veganer Linsenbraten

Für 1 Standard Kastenform

Für 4 – 6 Personen

Dauer ca. 25 Minuten (+75 Minuten Backzeit)

Zutaten

  • 250 g gekochte Linsen (grün oder braun)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Karotte
  • 125 g pflanzliche oder normale Butter
  • 1 EL Mehl
  • 300 ml pflanzliche (oder Kuh-) Milch
  • 2 EL Senf
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 150 g Haferflocken
  • 50 g Walnüsse
  • 200 g Weißbrot oder Toastbrot
  • Salz
  • Pfeffer
  • (pflanzliche) Butter zum Einfetten
  • Semmelbrösel zum Bestreuen

Zubereitung

Falls ihr keine gekochten Linsen bekommen habt, müsst ihr zunächst eure Linsen vorbereiten und im Wasser köcheln lassen, bis sie gar sind. In der Zwischenzeit könnt ihr Zwiebeln, Knoblauch und Karotte schälen und fein würfeln, die Walnüsse hacken und das Toastbrot mit euren Händen zerbröseln.

Dann gebt ihr die pflanzliche Butter (125g) in eine tiefe Pfanne und bratet zunächst den Knoblauch und die Karotten- und Zwiebelwürfel ca. 5 Minuten an. Dann rührt ihr Mehl ein, schwitzt es weitere 2 Minuten an und löscht es anschließend mit der pflanzlichen Milch ab. Gebt Senf, Tomatenmark, Thymian und Oregano dazu und rührt alles ein. Zum Schluss schmeckt ihr die Soße mit Salz und Pfeffer ab.

Anschließend gebt ihr die gekochten Linsen, Haferflocken, gehackte Walnüsse, das zerbröselte Toastbrot und eure Gemüse-Soßen-Mischung in eine große Schüssel, würzt nochmal mit Salz und Pfeffer und vermengt alles gründlich.

Heizt den Backofen auf 180°C vor, fettet eure Kastenform gut ein und bestreut die Innenseiten mit Semmelbröseln. Nun gebt ihr die Masse hinein und streicht sie glatt.

Mit Aluminiumfolie abgedeckt geht der Linsenbraten erst für 60 Minuten in den Backofen. Nehmt danach die Alufolie weg und lasst den Linsenbraten noch 15 Minuten weiterbacken. Vor dem Servieren solltet ihr ihn noch ein paar Minuten in der Form abkühlen und festigen lassen, anschließend könnt ihr den Braten in Scheiben schneiden.

Vegane Bratensauce aus Gemüse

4 Portionen

Dauer ca. 30 Minuten

Zutaten

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Möhren
  • 3 Champignons
  • 0.5 (150 g) Lauchstange
  • pflanzliches Öl
  • 1 Prise Zucker
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 50 ml Rotwein
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Zuckerrübensirup oder Agavendicksaft
  • Salz
  • Pfeffer

Wenn ihr für Bratensoße keinen Alkohol verwenden wollt, könnt ihr statt Rotwein die gleiche Menge schwarzen Johannisbeersaftes und einen Schuss Balsamico Essig verwenden.

Zubereitung

Zuerst schält ihr Zwiebel, Knoblauch und Möhren, putzt die Champignons und entfernt die äußere Lauch-Schicht. Dann schneidet ihr das Gemüse klein, das muss allerdings nicht superfein sein.

Dann erhitzt ihr in einer Pfanne etwas Öl und bratet das Gemüse darin an und würzt es mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker. Das Gemüse lasst ihr auf mittlerer Hitze etwa 5 – 10 Minuten garen lassen, bis es weich ist.

Danach gebt ihr 2 EL Mehl und 2 EL Tomatenmark hinzu, verteilt es gut und 1-2 Minuten rösten lassen. Dann löscht ihr das Gemüse mit Rotwein ab und gießt es langsam mit Gemüsebrühe auf.

Den Rosmarin solltet ihr kurz waschen und dann gemeinsam mit den Lorbeerblättern hinzugeben. Senf, Sojasauce und Zuckerrübensirup gebt ihr ebenfalls dazu. Das Ganze lasst ihr 5 Minuten köcheln.

Wenn ihr wollt könnt ihr mit Hilfe eines großen Siebs das Gemüse herausfiltern und die Bratensauce auffangen und die Sauce noch weitere 5 – 10 Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Oder ihr entfernt nur Lorbeerblätter und Rosmarin, püriert das ganze und verdünnt es mit etwas Kokos- oder Sojamilch. Oder ihr lasst nur eine Hälfte des Gemüses in der Sauce und püriert das und macht mit der anderen Hälfte des Gemüses noch eine Sauce und könnt diese dann zum Beispiel einfrieren. Sowieso könnt ihr die Sauce einfrieren und aufhaben oder schon vormachen, damit ihr am Tag selber weniger zu tun habt.

Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Rotwein, Zuckerrübensirup und Senf je nach Bedarf abschmecken.

Vegane Kartoffelklöße

Für 4 Personen

Dauer ca. 90 Minuten

Zutaten

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 100 g Kartoffelstärke
  • 50 g Mehl
  • 50 g weiche pflanzliche Butter
  • 2 Scheiben Weißbrot
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Zubereitung

Zuerst schneidet ihr die Weißbrotscheiben in kleine Würfel, erhitzt etwas pflanzliche Butter oder Pflanzenöl in einer Pfanne und bratet die Brotwürfel knusprig an. Wer lieber den Backofen nehmen möchte, kann die Brotwürfel auch auf einem Backblech verteilen, mit Öl beträufeln und dann bei 180°C goldbraun backen. Und wer an dieser Stelle Zeit sparen will: Brotscheiben ab in den Toaster, goldbraun rösten und erst danach in Würfel schneiden.

Die Kartoffeln gebt ihr mit Schale in einen Topf, füllt diesen mit kaltem Wasser auf und salzt kräftig. Diese lasst ihr aufkochen und danach über mittlerer Hitze ca. 20 Minuten kochen, oder bis sie gar sind. Danach gießt ihr das Wasser ab und lasst die Kartoffeln etwas ausdampfen.

Wenn die Kartoffeln ausgedampft sind, könnt ihr sie schälen und mit einer Kartoffelpresse zerdrücken, bis der Kartoffelstampf keine großen Stückchen mehr enthält. Dann gebt ihr Kartoffelstärke, Mehl und weiche pflanzliche Butter dazu und ein bisschen Salz und Pfeffer. Nun müsst ihr alles zu einem Teig verkneten.

Den Teig teilt ihr in acht gleich große Portionen auf. Jeweils ein Stück Teig erst auf die Hand legen, ein paar knusprige Brotwürfel in die Mitte geben und den Teig nun um die Brotwürfel herum zu einem runden Kloß rollen.

Dann in einem großen Topf Wasser salzen und sieden lassen. Es sollte nicht richtig kochen. Die Kartoffelklöße lasst ihr ca. 20 Minuten im Wasser ziehen. Wenn sie fertig sind sollten sie an der Oberfläche schwimmen. Um zu testen, ob sie wirklich schon fertig sind, könnt ihr einen Kloß aus dem Wasser nehmen und ein kleines Stück probieren.

Zum Schluss nehmt ihr die Klöße aus dem Wasser, lasst sie gut abtropfen und könnt sie dann servieren.

Nachspeise

Veganer Bratapfel-Crumble mit Marzipanstreuseln

Für 6 Personen

Dauer ca. 20 Minuten (+ 30 Minuten Backzeit)

Zutaten

  • 4 Äpfel
  • 1 EL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlener Kardamom
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Orangensaft
  • 50 g getrocknete Cranberrys
  • Vanilleeis zum Servieren

Für die Streusel:

  • 100 g Marzipan
  • 50 g Haferflocken
  • 1 EL Kokosnusszucker
  • 3 EL gemahlene Mandeln
  • 1 EL Kokosnussöl
  • 0.25 TL Salz

Streusel Variante ohne Marzipan:

  • 200 g pflanzliche Butter
  • 150 g Zucker
  • 350 g Mehl

Zubereitung

Den Backofen heizt ihr auf 180°C vor. Die Äpfel könnt ihr schälen, müsst ihr aber nicht, und könnt sie dann nach eurem Belieben in Würfel, Stückchen oder Scheiben schneiden. Anschließend gebt ihr sie in eine Back- oder Auflaufform, bestreut sie mit Zimt, Kardamom und gemahlenen Mandeln und beträufelt sie mit Zitronensaft und Orangensaft. Dann gebt ihr noch die getrockneten Cranberrys dazu und vermengt alles. Das könnt ihr auch schon vorbereiten und kühl lagern, durch den Zitronensaft bleiben die Äpfel auch frisch und ihr müsst dann später nur noch die Streusel machen.

Die Äpfel schiebt ihr erstmal ohne Streusel ca. 20 Minuten in den Backofen.

In der Zwischenzeit könnt ihr für die Streusel Marzipan, Haferflocken, Kokosnusszucker, gemahlene Mandeln, Kokosöl und Salz in einer großen Schüssel vermengen, bis ein streuseliger Teig entsteht. / Wenn ihr die Alternative ohne Marzipan machen wollt, vermengt ihr einfach in einer Schüssel alle Zutaten, also kalte, pflanzliche Butter, Zucker und Mehl, zu einem streuseligen Teig.

Sobald die Äpfel schon im Backofen weich geworden sind, nehmt ihr die Form vorsichtig aus dem Backofen und verteilt die Streusel als Schicht darauf. Jetzt lasst ihr es nochmal ca. 10 Minuten weiterbacken, bis die Streuselschicht schön gebräunt ist. Wenn ihr die Streusel Variante ohne Marzipan macht, solltet ihr die Streusel länger im Ofen lassen, ca. 20 Minuten.

Aus dem Backofen nehmen und am besten noch warm mit (veganem) Vanilleeis servieren!

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